SonnenWelten
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… Ihr Unikat aus Sonne und Kunst

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SonnenUhren sind Objekte zum Angucken, sind Accessoirs der Aufmerksamkeit. Über konventionelle Vorstellungen hinaus erziele ich auch innenarchitektonisch-atmosphärische Wirkungen mit sogenannten SonnenInstallationenelegante Mittel, um lebendige und unterhaltsame Umgebungen zu schaffen. LebensRäume werden damit um ästhetisch-dynamische Facetten verfeinert und aufgewertet! Himmelskundliches Wissen für SonnenUhren wird heutzutage nicht mehr vermittelt, deren „innere Weisheit“ bleibt mitunter verborgen – ein Kulturverlust. Im überdigitalisierten Alltag und im zeitgenössischen Ambiente sind Sonnen- bzw. KalenderEffekte auch architektonisch Kontrapunkte!

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Franz Wolf bei typografischer Feinarbeit
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Gelungene Umsetzung der AstroGeometrie am Gewerbebau
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Zeit wird betrachtbar! Skizze einer corona-indentierten "ZeitMagie" Sie schreibt eine alte Zeitgeometrie fort.
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Das Szenario: ein "SonnenAuge" wandert durchs Foyer, IST-GmbH, Kallmünz, O'Pfalz
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Moment besonderer Ästhetik
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W.Hoharth 1697-1764) "Chairing_the_member", Ausschnitt
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... bald 11h - Sultan Mahmud muß eilen 😉
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Installation auf "Buckelwand", Momente zur TagNachtGleiche
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1649 Skizze für Front eines Kirchenbaus, J.Furttenbach d.J.
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300-jähriges Ziffernband aus den Nähe
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Linen für babylonische Stunde 5 & italische Stunde 17

Rückerinnerung barocker LebensArt:
Innenhof mit SonnenUhren,
korrespondierende!

• haben Sie irgendwo zufällig zwei SonnenUhren gleichzeitig betrachtet?

• Im Sonnenschein zeigen beide logischerweise die gleiche SonnenZeit an, denn vor gut 300 Jahren gab es die Zeitzonen (wie MEZ) noch nicht, hier wird noch die „wahre OrtsZeit“ angezeigt.

Re-Barockisierung mit SonnenUhren

sine arte nullum horologium (solarium)

Eine SonnenUhr scheint bald berechnet, – für den Schreibtisch.  Sie muß aber an eine Wand, in einer Skulptur, speziellen Form u.a. funktionieren, Jedes Projekt verlangt auch künstlerische Gestaltung, mit „Reibungen“ zwischen astronomischer Geometrie, Machbarkeit und Wirkung.
Eine SonnenInstallation ist kein „Freispiel“, sondern muß sich in den Grenzen von AstroGeometrie, Machbarkeit und Handwerk entwickeln, zu einem Blickfang!  Es geht also auch um Anmutung. Eine gute Kooperation mit Gewerken & Künstlern ist unabdingbar, oder: 
ohne Handwerk keine (Sonnen)Uhr!

Corona-indentierte „ZeitMagie“

Nun, wo unser „HamsterRadl“ sogar stillstehen kann und Zeit betrachtbar wird, hier die Skizze einer corona-indentierten „ZeitMagie“: „Gitter“ neben der Tür. Sie schreibt eine alte Zeitgeometrie for!
TagNachtGleiche nach IXh MEZ: Wenn das SonnenAuge in das „Quadrat“ (sphärisch) wandert, also am Knoten 3,15, ist der Tag 3 Stunden alt und der letzte SonnenUntergang ist 15 Stunden her.
• Das Auge zieht diagonal weiter und verläßt ein Stunde später, nach Xh, das „Quadrat“ beim Knoten 4,16 – Der-Tag mißt bereits 4 Stunden und der letzte SonnenUntergang ist 16 Stunden her.
• Ein Bogen zu alten Kulturen mit anderem Zeitgebrauch spannt sich auf: Juden, Muslime beginnen den Tag mit SonnenUntergang!
• Das SonnenAuge wandelt in dieser alten ZeitMagie um die TagNachtGleiche im Zahlenspiel 16+4 = 20. Chiffre für später: im Jahre ’20 kam „Corona“ (übersetzt: Krone) in unser Leben – eine neue Zeitrechnung bleibt in Erinnerung! Und das abseits von Trend- oder Zukunftsforschung.
Grafische Spielerei (Knoten 4,15): Wenn kurz nach 09.40h MEZ die Sonne schon 4h scheint, geht die Sonne vor 20h unter, es ist Anfang April oder Anfang September – Querbezug zur Schleife möglich.
Mit dieser „ZeitMagie“ erinnere ich beispielhaft (für vielfältige Semiotik in der Kunst) an Dürers „Melencholia“ 1514, siehe >Zeit & Zeichen<

Dem Verfall ausgesetzt, – im Glanz der Sonne 

Aus der Serie „elections“: Unter Tumulten verläuft die Kür des Gewinners (4.11.20: noch ist Trump-Biden offen). Aber nach Hoffmansthal / R.Strauß: „Zeit ist ein wunderbar Ding“ – Die SonnenUhr mahnt in Nähe zum „memento mori“

Mosaik Nr. 215 „Große Pläne“, Hannes Hegen, 1974 DDR-Comic

SonnenUhr als Familiengeschenk, extern gefertigt (Buntmetall).
• Die Wandoberfläche ist nicht glatt, sondern buckelig, also geometrisch problematisch.
Die Installation funktioniert solide (siehe Fotos „TagNachtGleiche“ – gerade durchgezogener Stab) 
• Die Familie wünschte sich ihre Geburtstaglinien (gekrümmt).
Denn dann wandert das SonnenAuge über die Linie (Messing rund), als wollte die Sonne gratulieren 😉
Und mit jedem Zeitpunkt und Blick verändert sich auch das SchattenSpiel – die alte „Buckelwand“ lebt auf.

Detail einer barocken SonnenUhr (Vormittag). Weil die Fassade eingerüstet ist, kommt man überhaupt ran. Man betrachte die dynamische Neigung im Winkel der Stundenlinien – vergleichen Sie mit bekannten Exemplaren … da liegt die Latte!

Junge SonnenUhr mit zusätzlichem Linienkreuz …
Zweck: Kaum jemand weiß aus dem Stand, wann die Sonne am momentanen Aufenthaltsort auf, oder wann sie unter geht?  

blaue Linie: nach Tradition «babylonisch 5h» 
d.h wenn der Schatten auf die 5h-Linie trifft, ist der Tag 5 Stunden alt (Zeit seit SonnenAufgang), • d.h. SonnenAufgang war vor 5 Stunden: also 04:20 Uhr

Gekreuzt mit alter «italisch’ 17h» d.h. wenn der Schatten  auf die 17h-Linie (italisch’ / wellsch’ Stund) trifft, ist der letzte SonnenUntergang 17 Stunden her … • d.h. letzter SonnenUntergang war vor 17 Stunden, also 24+12:30-17 = am Vortag um 19:30 Uhr

Der SonnenUntergang wird am Beobachtungstag, nur um paar Minuten früher sein, d.h. Tageslänge: 19:30h – 04:20h = 15h:10min. LinienGeometrie aber noch ohne Lichtbrechung, daher morgens & abend 8-10 Minuten kulant dazurechnen, Tageslänge also 15 Stunden 30 Minuten – ein Sommertag (Fotos Mitte Juli)!

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Wenn der Schatten auf den Schnittpunkt fällt, also kurz vor 11h MEZ ergibt sich, daß der Tag 12h und die Nacht auch – also TagNachtGleiche (Frühlingsanfang 20.März bzw. Herbstanfang 22./23. Sept.)

Oberhalb des Schnittpunktes: im Winterhalbjahr, sind die lichten Tage kürzer, als die Nächte   

informell: die Linien werden ohne Berücksichtigung der Lichtbrechung berechnet (Kugelgeometrie)